1. Männer

Wölfe suchen einen Führungsspieler

Micky Reiners steht mit der SG Menden Sauerland vor der schweren Reise zu den Bergischen Panthern. Hönnestädter sind gegen die Routiniers krasser Außenseiter

AUF DER SUCHE NACH EINEM LEITWOLF: SG-TRAINER MICKY REINERS (RECHTS, HIER IM GESPRÄCH MIT MORITZ EIGENBRODT) FEHLT IN SEINER JUNGEN MANNSCHAFT NOCH EIN FÜHRUNGSSPIELER, DER DIE VERANTWORTUNG AN SICH REISST. DIETMAR REKER

 

Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland stehen am Sonntag vor einem sehr unangenehmen Auswärtstermin. Die Wölfe zieht es nach Burscheid zur HSG Bergische Panther. Einen Kontrahenten, der aufgrund seiner Kompaktheit zu den sehr unangenehm zu spielenden Gegnern gehört. Allerdings gibt es für die Wölfe sowieso keine einfachen Gegner in der dritten Liga.

SG-Trainer Micky Reiners befasst sich deshalb auch nur mit dem aktuellen Kontrahenten. „Die Panther sind ein sehr unbequemer Gegner. Das ist eine Truppe, die total abgezockt ist“, hat Micky Reiners großen Respekt vor einem Gegner mit unglaublich großer Erfahrung der zahlreichen ehemaligen Erst- und Zweitligaspieler im Kader. In der vergangenen Saison belegten die Panther den dritten Platz und qualifizierten sich direkt für den DHB-Pokal. „Selbst wenn wir einen besseren Start in die Saison gehabt hätten, wären wir krasser Außenseiter. Jeder Punktgewinn gegen die Panther wären Bonuspunkte für uns“, sieht Reiners vor der Partie keinen Platz für Träumereien.

Hervorzuheben im Dress des Gegners sind zum Beispiel die Torleute Max Conzen und Robin Eigenbrod. Stark auch der Rückraum mit Routiniers wie Bastian Munkel, Simon Wolter oder Jens Reinarz. Am Kreis ist man mit Bastian Arnaud und den einstigen DHB-Auswahlspieler Max Weiss hervorragend besetzt.

Laufintensiver Gegner

„Auf den Außenpositionen rennen die wie die Hasen“, weiß der Wölfe-Coach über das hohe Tempo. Eine letztlich gut funktionierende Mannschaft, die den Gegnern das Leben schwer machen kann. Doch die Wölfe wollen keinesfalls nur zum Gratulieren in die Burscheider Max-Siebold-Halle kommen. „Es steht nirgendwo geschrieben, dass wir dort nichts holen dürfen“, stärkt Reiners seiner Mannschaft den Rücken. Man muss es einfach nur versuchen, auch wenn die Situation ausweglos erscheint. „Wir müssen einfach befreit aufspielen“, sagt der Mendener Trainer. Doch das scheint im Moment halt nicht ganz so einfach. „Wir müssen einfach unsere Fehlerquote senken. Die ist im Moment viel zu hoch und wir müssen über 60 Minuten spielen und nicht nach 50 Minuten aufhören“, steht sich für Reiners seine Mannschaft selbst zu oft im Weg. So wie zuletzt im Heimspiel gegen Spenge, als man in der Schlussphase regelrecht einging und mit neun Toren – die man auf keinen Fall schlechter war – verloren hat. Der SG fehlt im Moment in bestimmten Phasen des Spiels die nötige Reife. Micky Reiners wird da noch ein wenig deutlicher. „Wir haben noch keinen Leitwolf. Im Moment sieht man, was Mathis Vornhold und Milan Weißbach für die Mannschaft bedeutet haben. Sie haben den Takt vorgegeben, an dem sich die Mannschaft orientieren konnte. Wir können den beiden aber auch nicht böse sein, dass sie gegangen sind. Sie haben Chancen für ihre Zukunft bekommen. Die mussten sie annehmen“, sagt Micky Reiners. Der SG-Trainer hat den neuen Chef für sein Team noch nicht gefunden. „So ein Leitwolf wäre schon wichtig für das Team, denn ich kann doch von Außen nicht alles vorgegeben. Dann sind die Spieler nur damit beschäftigt, was hat er wieder gesagt. Es gibt Sachen, die müssen von innerhalb der Mannschaft geregelt werden“, weiß Reiners. Wenn es diesen Leitwolf gäbe, wäre für die Wölfe sicherlich einiges im Liga-Alltag auch einfacher.

Flor fehlt

Die Reise ins Bergische Land wird Dominik Flor nicht mit antreten. Er muss mit als Betreuer auf einen Schulausflug. „Dafür nehmen wir Lauritz Wefing mit in den Kader“, erklärt Reiners.

Text: Burkhard Granseier

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