1. Männer

„Wölfe“ unterliegen den „Drachen“

SG Menden Sauerland zeigt bei der 18:25-Niederlage gegen SG Schalksmühle/Halver über weite Strecken eine gute Partie. Kurze Schwächephase kostet SG Zählbares

MENDENS MORITZ EIGENBRODT (SCHWARZES TRIKOT) LIEFERT EINE ENGAGIERTE LEISTUNG AB. FOTO: DIETMAR REKER

Die Anzeigetafel in der alt- ehrwürdigen Sporthalle Löh in Schalksmühle sprach eine deutliche Sprache. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland kassierten am Samstag bei der SG Schalksmühle/Halver eine klare 18:25 (8:7)-Niederlage. Doch die Realität war keinesfalls so deutlich. Die „Wölfe“ waren lange mit einem der Top-Teams der Liga auf Augenhöhe.

„Wir waren keine sieben Tore schlechter“, ärgerte sich Micky Reiners über das Endergebnis völlig zu recht. Denn die heimischen Ballwerfer zeigten vor allem in der ersten Halbzeit einen sehr disziplinierten Auftritt. „Meine Mannschaft hat insgesamt rund 50 Minuten sehr gut gespielt und vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“, resümierte Micky Reiners. Allerdings leistete sich der heimischen Branchenführer in der zweiten Halbzeit zwei Phasen, in denen man ein besseres Ergebnis aus der Hand gab. „Da wollten wir auf einmal zu viel“, waren diese kurzen Spielabschnitte verantwortlich für die deutliche Niederlage. Hinzu musste man auch mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes hadern. „Die haben uns leider den ein oder anderen Vorteil genommen“, attestierte Reiners dem Gespann in der Phase keine gute Spielleitung.

Der Mendener Trainer wusste allerdings auch, dass der Gegner am Samstag zwei Akteure in seinen Reihen hatte, die den Unterschied ausmachten.

So lief Routinier Christian Klasmann zur Hochform auf und entschied die Partie praktisch im Alleingang. Klasmann erzielte allein elf Tore, davon sieben in der zweiten Halbzeit. „Das war schon richtig stark. Gegen ihn haben wir dann überhaupt kein Mittel gefunden“, resümierte Micky Reiners über vermutlich den Mann des Abends in der Sporthalle Löh. Und dann war da noch „Dragon“-Keeper Ante Vukac, der zahlreiche Wurfversuche der „Wölfe“ entschärfte. „Er hat unglaublich viele Bälle gehalten. Wir müssen aber auch zugeben, dass wir im Abschluss nicht immer die richtige Entscheidung getroffen haben“, so Micky Reiners. Der Gegner sah den Sieg keinesfalls euphorisch. So war „am Ende zählt das Ergebnis“, nach der Partie immer wieder zu hören. Das Selbstvertrauen beim Rivalen aus dem Märkischen Kreis scheint nach zwei Siegen zum Saisonauftakt schon sehr groß zu sein.

Ergebnis macht Mut

Dagegen müssen die heimischen Ballwerfer noch weiter auf eine Erfolgserlebnis warten. Da sollte die Leistung aber auf jeden Fall Mut machen. Denn die „Wölfe“ gingen die Aufgabe bei schon fast tropischen Temperaturen in der Sporthalle Löh sehr engagiert an. Und man belohnte sich auch schnell selbst – nach sieben Minuten führten die „Wölfe“ gar mit 3:0. Das ging ja richtig gut los! Und diese sollte zunächst auch Bestand haben, denn die Gastgeber hatten ihre liebe Mühe mit der guten Defensive der „Wölfe“. Zudem erledigte Kevin Peichert einen richtig guten Job. „Er hat einige Gegenstöße gehalten“, lobte Micky Reiners seinen Torwart. Der Gegner brauchte einige Zeit um ins Spiel zu kommen. Erst in der 17. Minute konnte Christian Klasmann zum 3:3 ausgleichen. Die Hönnestädter bleiben aber im Spiel und gingen mit einer 8:7-Führung in die Pause. Diese sollte dann bis zur 38. Minute Bestand haben, Tubic brachte dann erstmals die „Dragons“ in Führung mit seinem Tor zum 12:11.

Eigentlich war da die Welt für die „Wölfe“ noch in Ordnung. Doch dann schlich sich erstmals eine Auszeit von mehreren Minuten ein, die von den Hausherren genutzt wurde. Bis zur 49. Minute konnten sich die „Dragons“ auf 20:14 absetzten. Der heimische Drittligist ließ sich aber nicht hängen und blieb noch im Spiel. Allerdings sollte es nicht mehr reichen, den Kontrahenten vom Kurs abzubringen. Der konnte in der Schlussphase den Sieg auch noch ausbauen. Obwohl das letztlich zu deutlich war.

Für SG-Trainer Micky Reiners brachte die Partie auch die Erkenntnis, dass am Samstag den „Wölfen“ ein richtiger Führungsspieler fehlte. „Einer der in solchen Situationen der Mannschaft vorgibt, was zu machen ist“, erklärt Reiners.

Am Freitag geht es weiter gegen Longerich.

Text: Burkhard Granseier

SGSH: Vukas, Borchert; Merkar (1), Schetters (3), Klasmann (11), Brüning (2/1), Hecker (1), Tubic (2), Frenzel (2), Prior, Diehl, Bekston (1), Geitmann, Schnepper (1/1).

SG Menden Sauerland: Peichert, Weber; Dominik Flor, Zimny, Eigenbrodt, Christian Klein (4/1), Giacuzzo, Max Klein (2), Loos (1), Krechel (3/2), Thier (4), Schulte (1), Rosenbaum (1), Dudczak (2), Nils Flor.

Zeitstrafen: Zwei für die Dragons, zwei für die Wölfe. Siebenmeter: Dragons 3/2, Wölfe 4/3. Zuschauer: 300.

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