1. Männer

Wölfe wollen die Ruhe bewahren

Nach der Niederlage in Volmetal gibt es für die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland keinen Grund, um vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen

BIRGIT ALBRECHT (LINKS) UND DIE MANNSCHAFT DER SG MENDEN SAUERLAND BEHALTEN TROTZ PREKÄRER LAGE WEITERHIN DIE RUHE. DIETMAR REKER

Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland müssen sich mittlerweile wie in einer Endlosschleife eines Verkaufssenders fühlen. Woche für Woche erleben sie in der Staffel Nord-West der Dritten Liga das gleiche Dilemma. Vieles macht der heimische Branchenführer richtig, den Lohn gibt es aber für den Konkurrenten. So auch am Freitag, als die Wölfe in der Schlussphase der Partie beim TuS Volmetal wieder die Verliererrolle übernahmen.

Das 19:22 nach einer 19:17-Führung schmerzte um so mehr. Denn der Gegner von der Volme wird bis zum Saisonende zum Kreis der Abstiegskandidaten zählen. „Die Mannschaft macht doch bis zum gegnerischen Tor alles richtig. Doch dann bekommen wir den Ball einfach nicht ins Tor hinein“, sieht SG-Vorsitzende Birgit Völker-Albrecht die Harmlosigkeit der Wölfe vor dem gegnerischen Tor als das Hauptproblem an. Wobei die sportliche Leiterin den Kader durchaus als konkurrenzfähig ansieht. „Unser Kader hat die Qualität“, sieht Birgit Völker-Albrecht das Team mit vielen anderen Konkurrenten auf Augenhöhe. Auch der aktuelle letzte Tabellenplatz macht den Verantwortlichen des Wolfs-Rudels keine Sorgen. „Wir liegen doch nur zwei Punkte hinter einen Nicht-Absteigsplatz“, sieht Birgit Völker-Albrecht das eigene Team weiterhin noch mitten im Geschäft.

Das die Mendener in den Spielen gegen Ahlen und in Volmetal einfach zu viele Punkte liegen gelassen haben, weiß die SG-Chefin. „Micky kann die Bälle ja nicht selbst reinwerfen. Gerd Lange oder ich können das auch nicht“, sieht Birgit Völker-Albrecht vor allem das Team gefordert. „Der Mannschaft fehlt im Moment einfach die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Da muss sie sich hinterfragen“, weiß die SG-Vorsitzende. Das Drittliga-Team kann sich nur selbst aus dieser Misere herausholen.

Trainerwechsel keine Option für SG

Das in Zeiten des Misserfolges auch schnell eine Debatte um die Person des Trainers losgetreten werden kann, ist der SG-Vorsitzenden bewusst. „Das ist für uns überhaupt kein Thema. Daran denkt der Verein nicht. Unser Verein hat volles Vertrauen in die Arbeit von Micky Reiners“, sagt Birgit Völker- Albrecht. Personelle Veränderungen waren zudem nie die Garantie für bessere Zeiten.

Bei den Wölfen richtet die Mannschaft stattdessen den Blick nach vorne auf das nächste Heimspiel gegen den VfL Gummersbach II am Freitag in der Kreissporthalle.

Der Zweitvertretung des Traditionsklubs gelang am Freitag ein 27:26-Erfolg in Leichlingen. Damit konnte man das Punktekonto auf sieben Zähler aufstocken. Ein Wölfe-Sieg wäre zudem wichtig, weil dann die Oberbergischen noch in Sichtweise blieben.

Birgit Völker-Albrecht weiß, dass die Situation um das eigene Drittliga-Team nicht einfach wird. „Das ist schon extrem wichtig für die Nerven“, betont die Hönnestädterin, die dann den Blick auf die kommenden Tage richtet. „Wir werden heute die Vorbereitung auf das nächste Spiel aufnehmen“, sieht man bei den Wölfen keinen Grund, die Marschrichtung für das Drittliga-Team zu ändern.

Über allen steht aber die Sehnsucht nach Erfolgserlebnissen. Denn nur diese können den heimischen Handball-Marktführer nach vorne bringen.

Text: Burkhard Granseier

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