1. Männer

„Wölfe“ wollen einen Auswärtssieg

Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland stehen vor einer kniffligen, aber nicht unlösbaren Aufgabe beim Tabellenletzten SG Langenfeld

SG-Maskottchen Wolfgang und seine Freunde, hier im Hinspiel gegen Langenfeld, wollen morgen wieder für Feuer unterm Dach sorgen. Foto: Martina Dinslage

Wer sich in diesen Tagen mit den Anhängern der Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland unterhält, der hört immer wieder einen Wunsch. Und zwar den nach einem Sieg bei der SG Langenfeld. Eine Bitte, der sich SG-Trainer Micky Reiners vor dem morgigen Auswärtsspiel bei den Ballwerfern im Kreis Mettmann nicht verschließen will.

„Ich bin da voll auf der Seite unserer Anhänger. Denn wir müssen dort gewinnen“, erklärt er die Bedeutung eines Sieges beim Tabellenletzten. Dass seine Mannschaft durch die Wünsche der Fans unter Druck gesetzt wird, sieht der Mendener Trainer nicht so. „Wir leben nicht auf einer rosaroten Wolke. Die Jungs können alle die Tabelle lesen“, sagt Reiners. Und die Statistik für die „Wölfe“ sah in den vergangenen Wochen keinesfalls gut aus. „Das ist nach 1:11 Punkten auch kein Wunder“, so der Trainer weiter. Ein kleiner Grund für Optimismus gab die vergangene Trainingswoche: „Da haben wir wirklich sehr gut gearbeitet“, sagt Reiners und freut sich über gesehene Fortschritte.

Der erfahrene Coach wird aber nicht müde dabei auch auf die Situation des Kontrahenten aus dem Rheinland hinzuweisen. „Es darf keiner glauben, dass wir mal eben nach Langenfeld fahren und dort gewinnen, weil die auf den letzten Tabellenplatz stehen. Langenfeld ist jedenfalls besser als es ihre bislang vier Zähler aussagen“, versichert der Coach.

Unentschieden im Hinspiel

Dass der Gegner durchaus einiges zu bieten hat, zeigt die Erinnerung an das Hinspiel. Da erwies sich Langenfeld als sehr diszipliniert spielender Gegner, der sich nicht abschütteln ließ. Das 29:29 (15:15) gab an jenem Freitagabend im August einen sehr guten Einblick auf die Spielstärke des Gegners. Die „Wölfe“ konnten sich da zwar mehrmals auf drei Tore kurzfristig absetzen, der Gegner resignierte allerdings nicht. Vor allem Langenfelds Rückraum-Schütze Maurice Meuren mit elf Toren bereitete den heimischen Ballwerfern einiges Kopfzerbrechen.

Höherer Druck beim Gegner

Aber auch die Herren Heider, Heyde, Korbmacher, Boelken präsentieren starkes Drittliga-Niveau. Allerdings dürfte der Druck auf Langenfeld deutlich größer sein. „Bei vier Punkten müssen die unbedingt gegen uns gewinnen. Eine Niederlage würde sie noch weiter unten reindrücken“, sagt Reiners und weiß, dass der morgige Gegner schon zum Siegen verpflichtet ist. Bei aktuell schon sieben Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz kein Wunder.

Aber der Trainer macht auch deutlich, dass es für seine Mannschaft keinen Grund gibt, die notwendige Ernsthaftigkeit schleifen zu lassen. „Wir sollten immer daran denken, dass wir bis auf die zwei Auswärtspunkte in Volmetal unsere Zähler daheim geholt haben“, erklärt er. Und in der Ferne haben die „Wölfe“ bislang keine Bäume ausgerissen. „Es wird Zeit, dass wir unser Heimgesicht auch auswärts zeigen“, stellt er heraus. Dass seine Mannschaft zuletzt immer wieder Aussetzer im Spiel hatte, mag der Trainer nicht ausblenden. Sowohl in Minden, Gummersbach oder daheim gegen Leichlingen kosteten diese jeweils Punkte.

„Wir müssen einfach weitermachen und unsere Fehler abstellen. Die Mannschaft muss es schaffen, über die komplette Spielzeit Präsenz zu zeigen“, sagt Reiners, der sich darüber freuen kann, dass es keine personellen Rückschläge gibt. Denn bis auf die Langzeitverletzten um Felix Thier und Moritz Eigenbrodt, begibt sich der komplette Kader nach Langenfeld.

Text: Burkhard Granseier

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