1. Männer

Wölfe zieht es nach Ostfriesland

Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland stehen nicht nur vor einer sportlich schwierigen Hürde gegen den OHV Aurich. Lange Anreise erfordert eine gute Planung

TRAINER MICKY REINERS UND DIE HANDBALLER DER SG MENDEN SAUERLAND NEHMEN IN AURICH EINEN NEUEN ANLAUF, UM DEN DRITTEN SAISONSIEG EINZUFAHREN. AN DIE OSTFRIESEN HABEN DIE MENDENER GEMISCHTE ERINNERUNGEN. DIETMAR REKER

Vor 18 Monaten waren die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland zuletzt beim OHV Aurich zu Gast. Damals, am 5. Mai 2018, unterlagen die Wölfe den Ostfriesen mit 24:32. Eine Niederlage, die damals nicht schmerzte. Sie änderte am verdienten Klassenerhalt nichts. Am Samstag sind die Handballer beim OHV Aurich zu Gast.

Und diesmal hätte eine Niederlage schon ein wenig weitreichendere Bedeutung. „Dann wäre Aurich auf elf Punkte weg, wir blieben bei fünf Zählern“, macht SG-Trainer Micky Reiners deutlich, dass jedes Spiel für sein Team wichtig ist. „Für uns geht es in den Spielen um jedes Tor“, möchte SG-Trainer Micky Reiners mit seiner Mannschaft jeden kleinsten Fehler vermeiden, der später in der Endabrechnung schaden könnte. Den Blick auf die letzte Auseinandersetzung mit dem samstäglichen Konkurrenten sieht Micky Reiners auch als wenig zielführend an. „Da haben ja andere Mannschaften gespielt. Bei uns sind viele Spieler nicht mehr dabei“, erklärt Reiners, der lieber den Blick auf die aktuelle Situation wirft. Und da zeigt er riesengroßen Respekt vor dem Team seines Trainerkollegen Arek Blacha. Mit dem Auricher Coach hat Reiners einst die A-Lizenz erworben. „Und er hat da eine sehr starke Truppe zusammen. Am vergangenen Samstag hat Aurich die Jungs vom LiT Tribe Germania regelrecht auseinandergenommen. Wenn die in der zweiten Halbzeit nicht gleich mehrere Gänge zurückgeschaltet hätten, wäre das noch deutlicher geworden“, war Reiners vom 31:24-Sieg beeindruckt. Das zeigt noch einmal deutlich, dass auf seine Mannschaft kein Spaziergang wartet. „Es wird wieder einmal deutlich, dass es in dieser Saison keinen schwachen Aufsteiger gibt. Wir dürfen uns am Samstag keine Schwächephase erlauben“, sagt der Mendener Trainer.

Keine Angst vor Aurich

Aus einer dynamischen Mannschaft mit einer starken Defensive ragen Spieler wie Torwart Edgar Kuska, Rückraum-Ass Oliver Staszewski heraus. Nicht zu vergessen der Dreh- und Angelpunkt in der Mitte Jonas Schweikart. „Eine Mannschaft, die durchgehend gut besetzt ist“, sagt Micky Reiners. Allerdings erstarren die Wölfe nicht vor Ehrfurcht. „Wir haben uns einiges einfallen lassen“, hat der Mendener Coach auch Schwachstellen im Spiel des Gegners entdeckt. Der in den Heimspielen auch viel von der Euphorie lebt. Denn die Spiele in der 3200 Zuschauer fassenden Sparkassen-Arena sind stimmungsmäßig immer etwas besonders. „Aber für solche Spiele lebt man doch als Handballer. Es macht doch einen Riesenspaß in Hallen wie Ahlen, Volmetal, Aurich oder in unserer Kreissporthalle zu spielen. Das ist etwas Besonderes“, erwartet Reiners einen leidenschaftlichen Abend in der 42.000 Einwohner großen Stadt.

Ein Problem ist sicherlich die lange Anreise. Doch den „schweren Beinen“ wollen die Wölfe entgehen. So wird sich die Reisegruppe der SG bereits am Samstagmittag nach Aurich auf den Weg machen. „Wir werden dann mehrere Pausen einlegen und dabei wird es einige Übungen auf den Parkplätzen geben“, will Micky Reiners für eine kurzweilige Anreise sorgen. „Wenn Birgit, Gerd oder ich müde sind, ist das egal. Hauptsache die Jungs gehen frisch in das Spiel“, sagt der Mendener Coach mit einem Schmunzeln. Für Reiseproviant ist auch gesorgt. Der bekannte heimische Koch Florian Gallist wird für die passende Verpflegung sorgen. Die Planungen stehen, jetzt müsste sich nur noch Glücksgöttin Fortuna für eine Mitreise bei den „Wölfen“ entscheiden, damit die Tour vollends gelingt.

Text: Burkhard Granseier

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