1. Männer

Zehn Minuten kosten Punktelohn

Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland verlieren mit 31:34 beim TSV GWD Minden II. Fünfzig starke Minuten reichen nicht für ein Erfolgserlebnis

Joshua Krechel versucht immer wieder mit starken Abschlüssen gegen die Mindener Verteidigung, seine Mannschaft im Spiel zu halten. Schon früh beginnt er, die Mannschaft in Führung zu bringen, aber auch seine acht Tore können die Niederlage am Ende nicht verhindern. Foto: Stefan Deitel

Es soll scheinbar nicht sein. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland sind im Moment bei ihren Besuchen in der Fremde gern gesehene Gäste. Am Samstag unterlagen die „Wölfe“ bei der Zweitvertretung des TSV GWD Minden II mit 31:34 (13:19). Die Enttäuschung bei der SG war natürlich groß.

„Das ist richtig ärgerlich. Hier war einfach mehr drin. Zehn schlechte Minuten vor der Halbzeitpause haben uns hier Punkte gekostet“, ärgerte sich SG-Trainer Micky Reiners über einen richtig unglücklichen Spielverlauf für seine Mannschaft. Die zeigte rund fünfzig Minuten eine sehr gute Leistung und konnte die Zweite des Erstligisten lange richtig ärgern. „Das war deutlich besser als zuletzt in Gummersbach. Ich kann der Mannschaft da keinen Vorwurf machen. Aber halt die Schlussphase der ersten Halbzeit hat sich am Ende als zu große Hypothek erwiesen“, sagte Micky Reiners. Die Gastgeber gingen mit einem satten sechs Tore Vorsprung in die Kabinen.

„Das war dann leider zuviel. GWD war der erwartet schwere Gegner. Ein kleiner Kader, der aber sehr gut eingespielt ist. Minden hat immer ein Tor nachlegen können, wenn es für sie eng wurde“, beschrieb „Wölfe“-Coach Reiners die Aufholjagd seiner Schützlinge im zweiten Spielabschnitt. Das Happy-End blieb seiner Mannschaft leider versagt. Zumal das Glück im Moment auch einen sehr großen Bogen um die „Wölfe“ macht. „Wir hatten mal wieder einige Pfostentreffer“, sagt Reiners. Da war es nur ein kleiner Trost, dass der heimischen Branchenführer, nach den Durchhänger von Gummersbach, spielerisch und kämpferisch wieder eine sehr gute Leistung zeigte.

Schnell die Auszeit erzwungen

Die Partie in der Sporthalle der Hauptschule Dankersen hatte für die heimischen Ballwerfer eigentlich sehr gut angefangen. Joshua Krechel und Dominik Spannekrebs sorgten für eine 2:0 Führung nach sechs Minuten und dafür, dass der Gegner sehr früh seine erste Auszeit nahm. Doch die Korrekturen bei den Gastgebern sollten zunächst noch nicht greifen. So sorgte Matthis Vornholt in der 11. Spielminute für die erste drei Tore Führung – 6:3. Danach fanden die Gastgeber ins Spiel. Simon Strakeljan sorgte für das 7:7 (16.). „Er hat leider viele gute Dinge gemacht“, lobte Reiners den spielbestimmenden Mindener Akteur. Als dann Lukas Kister zum 11:9 getroffen hatte (21.) hatten die Handballer aus der Hönnestadt den Faden verloren. „Da haben wir in der Abwehr auch ein wenig den Christopher Weber in Stich gelassen“, resümierte Micky Reiners über jene Phase, in der sich der Gegner auf sechs Tore absetzen konnte.

In der Halbzeitpause schworen sich die „Wölfe“ noch einmal auf das Spiel ein. Und in der Tat sollten sie wieder zurückkommen. „Minden hat aber immer noch eine Antwort gehabt. Wir konnten den Rückstand sogar auf zwei Tore verkürzen. In diesen Phasen hat der Gegner dann immer ein Tor nachlegen können“, ärgerte sich Reiners. Die zehnminütige Auszeit vor der Pause konnten die Wölfe nicht ungeschehen machen.

Text: Burkhard Granseier

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